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Gas

 

Die Bezeichnung Gas entstammt dem griechischen Wort „Chaos“. Sie gewann an Bedeutung und breitete sich erst aus, als die Gasbeleuchtung im Verlauf des 19. Jhdt. eingeführt wurde. Ein spezielles Gas, welches in der Natur unter der Erdoberfläche vorkommt und zumeist in jenen Gebieten, in denen auch Erdöl nachgewiesen und gefördert wird, ist das Erdgas. Mit dieser Art Gas heizt ein Großteil der Bevölkerung, Gewerbe und Industrie in Deutschland. Dabei ist Erdgas ein sogenannter fossiler Brennstoff, das heißt sein Vorkommen ist von zeitlicher Dauer und ist daher endlich. Sein Verbrauch ist daher seit längerem schon sehr umstritten. Die Suche nach alternativen Brennstoffen, die nicht zu den fossilen Stoffen gehören und daher unendlich vorkommen, so wie Wasser, Wind und vor allem Sonnenenergie, ist in vollem Gang. Die entsprechenden Kraftwerke oder Anlagen sind schon vorhanden, werden auch vermehrt eingesetzt, aber noch nicht in diesem Maße, wie es für die Gesamtabdeckung einer Republik oder eben einer Weltbevölkerung notwendig wäre.

 


 

Der Gasverbrauch

Der Gasverbrauch ist die Angabe des Verbrauches an Gas, welche stets in einem konkreten, meist vorgegebenem Zeitraum, erfolgt ist. Ein sogenannter Gaszähler misst die gesamte Zeit über den aktuellen Gasverbrauch, so dass jeder Gaskunde den eigenen Verbrauch auch konkret kontrollieren und über einen selbst gewählten Zeitraum überprüfen kann.

Dieser Verbrauch wird sehr häufig in der Maßeinheit Kilowattstunden, abgekürzt kWh, also Verbrauch pro Zeiteinheit, gemessen und angegeben. Ebenfalls wird aber die Verbrauchsmenge Gas umgerechnet und in Kubikmetern, abgekürzt m³, also einer Raummaßeinheit, angegeben. Um diesen Wert zu ermitteln, wird die Zahl der verbrauchten Kilowattstunden mit dem sogenannten Brennwert der Heizung multipliziert. Falls der konkrete Brennwert allerdings nicht vorliegt, weicht der Erdgaslieferant bei der Berechnung dann auf den sogenannten Brennwert im Durchschnitt, welcher den Faktor 10,3 beträgt.

 

Die Abrechnung des Verbrauchs an Gas

Typisch in Deutschland ist die Abrechnung innerhalb eines Jahres. Dieser Verbrauch wird mittels entsprechender Erfassungsgeräte ermittelt. Hierbei wird der Wert des Verbrauchs am Ende des Vorjahres genommen, welcher jetzt natürlich der Anfangswert ist, und in Differenz zum Verbrauchswert am Ende des abzurechnenden Jahres gesetzt. Diese Differenz ist der konkrete Jahresverbrauch in kWh oder m³. Der Jahresverbrauch wird nun mit dem Preis pro einzelnem kWh oder m³ multipliziert.

 


Dieser Preis ist der eigentliche Verbrauchspreis (auch manchmal als Arbeitspreis deklariert), das bedeutet er ist einerseits abhängig vom eigenen Verbrauch und vom Tarif, den der Verbraucher beim Beginn des Gasbezugs selbst gewählt hat oder aber in welchem Tarif er vom Gaslieferanten automatisch eingestuft wurde. Hinzu kommt noch ein zumeist als Grundpreis definierter Grundwert, der unabhängig vom Verbrauch immer anfällt. Des Weiteren muss beim Gasverbrauch noch die jeweils gültige Mehrwertsteuer hinzugerechnet werden. Die Gesamtsumme aus diesen Werten ergibt den Betrag, den der Kunde für den Gasbezug für das abzurechnende Jahr an das Gaslieferunternehmen zu zahlen hat.

 

Der Gastarif

Im Tarif wird die konkrete Einstufung des Kunden vorgenommen, welcher Art Gas dieser zu welchen einzelnen Konditionen bezieht. Dabei kann der Gaslieferant verschiedene Modelle anbieten, die beispielsweise besonders ökologisch sind, oder einen eher geringen Verbrauch, Singlehaushalte, oder eher hohen Verbrauch, Familien, Gewerbe und Industrie. Falls der Privatkunde keinen speziellen Wunschtarif (Sondervertrag) auswählt, wird er immer in den Grundtarif eingestuft.