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News Fukushima Juli 2011

Etwas über den aktuellen Stand in Fukushima heraus zu finden ist schwierig. Der Kraftwerksbetreiber Tepco gibt entweder gar keine Informationeheraus oder diese Firma wirft Nebelkerzen. Auch die Japanische Regierung becklert sich nicht gerade mit Ruhm, was die Informationspolitik zu dem Super-Gau betrifft.

Zuletzt hatten wir berichtet, dass Tepco eine Dekontaminationsanlage zur Reinigung des hoch verstrahlten Wassers in den Reatorgebäuden in Betrieb genommen hat, dabei aber Probleme aufgetreten sind, weshalb der Versuch abgebrochen wurde. Bei dem verstrahlten Wasser handelt es sich um mehrere hunderttausend Tonnen Meerwasser, die zur Kühlung in die Gebäude und in die Reaktorbehälter gepumpt wurden. Mit der Reinigungsanlage sollte das Wasser von Radioaktivität befreit werden und dann wieder in den regulären Kühlkreislauf der Reaktoren eingespeist werden. Mittlerweile versucht Tepco weiter, die Anlage zu betreiben, man hat aber festgestellt, dass die Filteranlage im Moment nur einen Bruchteil der vorhandenen Radioaktivität entfernt. Die Anlage bleibt bisher weit hinertWeitere Versuche sollen folgen.

Dosimeter an Schwangere und Kinder unter 14 Jahren ausgegeben

Die Japanische Regierung hat an mehrere hunderttausend Schwangere und Kinder unter 14 Jahren ausgegeben. Damit sollen die Betroffenen erkennen können, wenn sie sich in verstrahltem Gebiet aufhalten. Die Maßnahme zeigt wieder einmal die Hilflosigkeit der Regierung in Japan.     

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Fukushima Reinigung von hochradioaktivem Wasser gestoppt

Einige Stunden nachdem Tepco im japanischen Fukushima damit begonnen hatte mehrere 100000 Tonnen radioaktives Wasser in den Reaktorgebäuden von Fukushima 1 zu reinigen, musste der Versuch abgebrochen werden.

Ursache für den Stop war

entweder, dass die Reinigungsanlage verschmutzt wurde oder dass das Wasser stärker verstrahlt ist als bisher angenommen. Mit der Wasserreinigungsanlage sollten die genannten 100000 Tonnen Wasser von Radioaktivität gereinigt werden, die in den letzten Monaten zur Kühlung der Reaktoren in die Reaktorgebäude gepumpt worden sind. Die Anlage wurde von amerikanischen und französischen Spezialisten entwickelt.

Nach der Reinigung des Wassers sollten weitere Reparaturen durchgeführt werden und das Atomkraftwerk wieder in einen kontrollierbaren Zustand gebracht werden.

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Radioaktives Metall im Grundwasser bei Fukushima

In der Umgebung des havarierten Atomkraftwerkes Fukushima, hat man im Grundwasser ein Material gefunden, das Wissenschaftler "Knochenkiller" nennen.

Die wissenschaftliche Bezeichnung des radioaktiven Elements heißt Strontium. Die Konzentration des radioaktiven Metalls liegt fast 250 fach über dem erlaubten Grenzwert. Strontium schädigt das Knochenmark und kann Leukämie auslösen. Strontium wurde jetzt zum angeblich zum ersten mal im Grundwasser gefunden. Das zeigt, dass die radioaktive Verseuchung in und rund um Fukushima immer schlimmer wird.

Was verschweigt Tepco noch?

Es stellt sich die Frage welche unangenehmenn Wahrheiten Tepco, der Betreiber von Fukushima, und die japanische Regierung noch verheimlichen. Tepco macht außerdem bekannt ,

dass eine Anlage zur Reinigung von Wasser von radioaktivem Material noch nicht funktioniert. Tepco hatte ursprünglich vor mit dieser Anlage die tausenden Tonnen radioaktiv verseuchten Wassers in den Reaktorgebäuden zu recyclen und zur Kühlung der Reaktoren einzusetzen.

Alte AKWs bleiben aus

Seltene Eintracht bei den Umweltministern aus Bund und Ländern. Alle sind sich einig, die 7 alten AKWs, die wegen des Atommoratoriums ausgeschaltet wurden, sollen nicht wieder ans Netz gehen.

Datum für endgültigen Atomausstieg ungewiss

Nicht einigen konnten sich die Umweltminister aber auf ein Datum für den endgültigen Atomausstieg, dann wenn kein AKW in Deutschland mehr am Netz sein soll. Diese Entscheidung soll von der Bundesregierung getroffen werden. Sie solle dazu ein "ehrgeiziges und realistische Konzept vorlegen". Von den Ländern gibt es eine Reihe von Protokollnotizen, die Bedingungen für das Ausbleiben der 7 AKWs nennen. Hauptsächlich geht es dabei wohl um die Sicherheit der Stromversorgung in Deutschland. Der Zuhörer fragt sich allerdings, ob sich die Politik nicht wieder ein Hintertürchen offen halten will, um gegebenenfalls die AKWs wieder in Betrieb zu nehmen.

Endgültiger Atomausstieg 2017-2022?

Auf der Konferenz wurden verschiedene Ausstiegsjahre genannt. Sie liegen zwischen 2017 bis 2022.

Brand in Fukushima 2

Am Freitag gab es wieder einen Zwischenfall in einem japanischen Atomkraftwerk. In Fukushima 2, einem von dem Katastrophenreaktor Fukushima 1 nur 12 Kilometer entfernten Atomkraftwerk, kam es zu einem Brand. Auch bei dem brennenden Atomkraftwerk ist der Betreiber Tepco. Dem Unternehmen, dass bei Fukushima 1 seit Wochen durch eine lückenhafte und beschönigende Informationspolitik von sich Reden macht.

In mehrenen Reaktoren von Fukushima 1 hat Kernschmelze stattgefunden

Tepco hat mittlerweile zugegeben, dass es in mehreren Reaktoren von Fukushima 1 zu einer Kernschmelze gekommen sei. Tepco hatte die leck geschlagenen Reaktoren von Fukushima 1 mit Meerwasser gekühlt. Diese Meerwasser ist jetzt bei den Reparatur- und Aufräumarbeiten in Fukushima 1 im Weg. Das zeigt, wie plan- und konzeptlos der Atomkraftwerksbetreiber Tepco agiert. Es stellt sich die Frage, ob Tepco überhaupt weiß, was zu tun ist. Vielleicht versucht Tepco einfach möglichst wenig Infos an die Öffentlichkeit kommen zu lassen.

Das zeigt, man traut der Öffentlichkeit nicht zu, die wahren Fakten angemessen beurteilen zu können. Wahrscheinlich soll hier ganz einfach der Atomenergie Kurs der japanischen Regierung weiterhin unterstützt und vorangetrieben werden. Ein Grund mehr, in Deutschland über einen generellen Atomausstieg nachzudenken. Denn auch in unserem Land gab oder gibt es eine unheilige Allianz zwischen Politik(CDU, CSU und FDP) und der Atomindustrie.
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